Die zweite Hochzeit: so festlich wie die erste – nochmal heiraten

Fotografiert und geschrieben von

Wer zum zweiten Mal heiratet, muss sich keineswegs auf eine förmliche standesamtliche Zeremonie mit anschließendem Essen im Kreis der Trauzeugen und enger Freunde beschränken.

Egal, warum die erste Ehe nicht zum Bund fürs ganze Leben wurde: Der Entschluß, erneut zu heiraten, verdient es allemal, es so richtig krachen zu lassen. Aus Fehlern und Erkenntnissen lernen, nicht verbittern und auf die Zukunft vertrauen sind gute Voraussetzungen dafür, dass es mit neuem Partner diesmal besser gelingen wird. Selbstverständlich darf die zweite Hochzeit ebenso groß gefeiert werden wie die erste, nur ein wenig anders. Wieder dabei ist natürlich der Hochzeitsfotograf, der das festliche Ereignis in tollen Fotos festhält.

Nochmal heiraten

Als Profi Fotograf habe ich zahlreiche Zweithochzeiten begleitet. Nie hatte ich das Gefühl, einer Neuauflage oder gar Ersatzhochzeit beizuwohnen. Eher läuft eine zweite Hochzeit viel lockerer und entspannter ab als die erste. Der enorme Druck mit dem Anspruch an die Einzigartigkeit der ersten Hochzeit als schönster Tag im Leben ist fort. Das Brautpaar ist reifer und gelassener, was sich auf die allgemeine Atmosphäre angenehm überträgt. Als Fotograf war ich häufig bereits für die erste Hochzeit engagiert und stelle fest, dass zur zweiten Hochzeit oft auch andere Gäste geladen sind. Entferntere Familienmitglieder fehlen, dafür nehmen jetzt mehr Bekannte teil, die beim ersten Mal nicht dabei waren. Eine zweite Hochzeit nehmen die Beteiligten mehr als fröhliches Event denn als traditionelle Feier wahr.

Die zweite Hochzeit – Freie Trauung

Beliebt ist eine sogenannte freie Trauung. Für den Gang zum Standesamt gibt es als Alternativen stimmungsvolle Locations wie Schlösser, Burgen, Landgüter, Scheunen, Schiffe und sogar Leuchttürme. Sie müssen rechtzeitig im Voraus reserviert werden. Parkanlagen, Seeufer oder einfach ein großer Garten sind weitere schöne Orte für die Trauung. Als Hochzeitsfotograf kenne ich zahlreiche Plätze persönlich und gebe gern Tipps für außergewöhnliche Szenarien.

Anstelle einer anschließenden kirchlichen Trauung stehen auf Wunsch freie Theologen zur Verfügung, die unabhängig von Konfession und Kirchenzugehörigkeit der Ehe ihren Segen aussprechen und sich auf unkonventionelle Hochzeiten spezialisiert haben. Wer nicht religiös heiraten möchte, kann einen professionellen Hochzeitsredner beauftragen.

In ihrem Original-Hochzeitskleid heiratet eine Braut selten zum zweiten Mal. Gefragt ist vielmehr ein anderes festliches Kleid oder ein elegantes Kostüm. Eine gern umgesetzte Idee ist übrigens, das ursprünglich weiße Hochzeitskleid umzufärben. Ob in einen zarten Aprikosenton oder ein knalliges Rot bleibt ganz dem persönlichen Geschmack überlassen. Zum schwarzen Hochzeitsfrack des Bräutigams passen alle Garderobenlösungen der Braut.

© Peter Roskothen Profifotograf Hochzeitsfotograf – Die zweite Hochzeit: so festlich wie die erste – nochmal heiraten